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Uhrenlexikon

AUTOMATIKUHR


Als automatische Uhr bezeichnet man eine Armbanduhr, deren Zugfeder durch die Armbewegungen des Uhrenträgers aufgezogen wird. Dies geschieht durch einen Rotor, der sich bei Armbewegungen – den Gesetzen der Schwerkraft folgend – dreht. Jahren wurden fast ausschließlich mit Plexigläsern ausgestattet.

AUFZUGWELLE

Eine Stahlwelle mit verschiedenen Ansätzen und einem Vierkant, auf welchem sich die Krone zum Aufziehen und zur Einstellung der Zeiger befindet. Die Welle ist mittels eines Ansatzes und eines Zapfens in den Platinen gelagert.

ABGLEICHSCHRAUBEN (auch: Regulierschrauben)

 Am Unruhreif werden außen Abgleichschrauben angebracht, durch Hinein- bzw. Herausdrehen der Schrauben wird der Außendurchmesser des Unruhreifs geringfügig verändert und somit das Gangergebnis der Uhr beeinflusst. Dieses Verfahren wird heute kaum noch verwendet, so dass Uhren mit Schraubenunruh als Rarität gelten.

ACRYLGLAS

 Werkstoff für Uhrengläser, besser bekannt unter der Bezeichnung Plexiglas. Uhren aus den fünfziger und sechziger Jahren wurden fast ausschließlich mit Plexigläsern ausgestattet. a.m. Anzeige, die häufig auf Digitaluhren zu finden ist. a.m. (ante = vor, meridiem = Mittag) bezeichnet den Zeitraum von Mitternacht bis zwölf Uhr mittags. p.m. (post = nach) steht für die Zeit von Mittag bis Mitternacht.

ANKER

 Der Anker stellt die Verbindung zwischen Räderwerk und Unruh her. Durch wahlweises Eingreifen der Ein- oder Ausgangsseite in das Gang- oder Hemmungsrad führt der Anker einen gleichmäßigen Ablauf des Uhrwerks herbei. Der Anker zählt zu den am meisten strapazierten Teilen im mechanischen Uhrwerk.

BREGUET

Abraham-Louis Breguet (1747 – 1823) gilt als einer der bedeutendsten Uhrmachermeister in der Uhrengeschichte. Viele seiner Erfindungen gelten als bahnbrechend für die Uhrmacherei, so z.B. das Tourbillon und die Breguet Spirale.

Breguet-Spirale
Eine Unruhspirale, bei der der letzte Spiralumgang doppelt knieförmig nach oben gebogen wird und dann über den übrigen Spiralwindungen in Richtung Unruhwelle verläuft. Die Spirale kann sich nun nach allen Seiten gleichmäßig ausdehnen, die Ganggenauigkeit der Uhr erhöht sich.

Breguet-Zeiger
Eine typische Zeigerform, die Breguet für seine Uhren verwendete: Vor der Zeigerspitze ist jeweils ein schlichter Ring eingelassen.

BLÄUEN

Stahlzeiger oder Schrauben werden aus Gründen der Dekoration und als Oxydationsschutz blau “angelassen”, indem man das zu bearbeitende Teil auf ein Anlassblech legt und erhitzt. Sobald die gewünschte Farbgebung erreicht ist, taucht man das Teil in Öl.

BEOBACHTUNGSUHR

Präzisionsuhr mit übergroßem Gehäuse und Zifferblatt für Navigationszwecke oder wissenschaftlichen Gebrauch.

BAGUETTEWERK

Ein besonders schmales Werk, das für sehr kleine Damenuhren verwendet wird.

CHRONOMETRIE

Der Oberbegriff aller die Zeitmessung betreffenden Fachgebiete wie Uhrentechnik und Zeitbestimmung.

CHRONOMETERHEMMUNG

Eine freie Unruhhemmung, die vorwiegend für Seechronometer Verwendung fand, aber auch in Taschenuhren eingebaut wurde. Diese Hemmung könnte man auch als Riegelhemmung bezeichnen, bei der das Gangrad durch einen Ruhestein verriegelt wird. Der Antrieb erfolgt über einen in einer Welle befestigten Hebel in nur einer Richtung, so daß beim Zurückspringen der Unruh das Gangrad einen Moment stillsteht.

CHRONOMETER

Chronometer dürfen sich nur jene Uhren nennen, die aufgrund ihrer Präzision und hervorragender Zeitmeßergebnisse amtlichen Prüfungen standgehalten haben. Diese Prüfungen dauern 15 bis 22 Tage, die Uhren werden dabei in verschiedenen Temperaturen und Lagen getestet. Wenn bei diesem Test bestimmte Gangabweichungen nicht überschritten werden, stellt das prüfende Institut einen Gangschein aus. So muß z.B. der mittlere tägliche Gang eines Chronometers in fünf Lagen im Bereich von –4 Sekunden/Tag bis +6 Sekunden/Tag liegen.

CHRONOGRAPH

Bezeichnung für eine Stoppuhr (griechisch: chronos = Zeit und grapho = ich schreibe) mit Auslösemechanismus in Kombination mit einer normalen Uhr. CHATON Bei sehr wertvollen Uhren werden die Lagersteine aus Rubin in Futter (Chatons) aus Bronze oder Gold eingesetzt. Dann werden diese mit zwei oder drei Schrauben in den Platinen des Uhrwerks befestigt.

CALIBER

Als Caliber (Kaliber) bezeichnet man in der Uhrmacherei ein bestimmtes Uhrwerk.

DRÜCKER

Zur Bedienung von Uhren mit Zusatzfunktionen reicht die Krone allein nicht aus. Deshalb versieht man diese Uhren mit kleinen Druckschaltern, die seitlich aus dem Gehäuse ragen.

DREHPENDEL

In der Uhrmacherei gab es bereits seit dem 16. Jahrhundert Versuche, eine Drehpendelbewegung für die Regulierung des Gangflusses einer Uhr einzusetzen. Dazu wurde als Pendel ein Faden oder Stab mit einem kleinen Schwunggewicht (ein Metallkügelchen) ober- oder unterhalb der Uhr aufgehängt und so mit dem Uhrwerk verbunden, daß das Pendel Kreisbewegungen ausführte. Bei großer Geschwindigkeit vergrößerte sich der Bremsradius und umgekehrt.

DOUBLÉ

Ein Schmuckmetall, bei dem auf ein unedles Metall eine Goldschicht aufgebracht wurde. Zur Beschichtung gebraucht man eine Gold-Legierung mit einem Feingehalt von 333/000 oder 585/000, niemals jedoch Feingold.

DIGITALANZEIGE DIGITALUHR

Zeitangabe ohne Zeiger durch herabfallende oder aufscheinende Ziffern. Bereits im 19. Jahrhundert wurden Uhren hergestellt, die anstelle der klassischen Zeiger fallende Zahlenplättchen als Zeitanzeige benützten. Bei modernen Digitaluhren wird die Zeit durch Leuchtdioden oder Flüssigkristall angezeigt.

DICHTUNGSRING

Eine wasserdichte Uhr wird mit mindestens einem Dichtungsring am Gehäusedeckel, dem Glas und der Krone versehen. Früher wurden Dichtungsringe aus Kork, Blei und Gummi verwendet, heute sind diese Materialien durch verschiedenste Kunststoffe ersetzt worden.

DECKSTEIN

Ein Uhrstein, der zur Eingrenzung des Höhenspiels der Unruhwelle, der Unruh, des Hemmungsrades oder der Ankerwelle verwendet wird. Der Deckstein wird heute aus synthetischem Rubin hergestellt.

DATUMS-ANZEIGE

Anzeige von Datum, Wochentag, Monat und Jahr auf dem Zifferblatt einer Uhr.Bei mechanischen Uhren schalten Mitnehmerräder Scheiben weiter, die dann jeweils einen Wochentag oder eine Datumszahl in einem Ausschnitt des Zifferblatts zeigen.

EWIGER KALENDER

Komplizierte Zusatzeinrichtung vor allem bei mechanischen Uhren zur Anzeige von Datum, Wochentag, Monat, Jahr und Mondphase und mit der Berücksichtigung von Schaltjahren. Uhren mit ewigem Kalender sind wegen ihrer geringen Produktionsstückzahlen und der umfangreichen Konstruktion- und Herstellungsaufwendungen nur im oberen Preissegment zu finden.

ENDKURVE

Ein besonderes Aufbiegen der Unruhfeder (Breguet-Spirale), um den Schwerpunkt der Feder zentrisch zu halten und damit ein besseres Gangergebnis zu erreichen. In der modernen Uhrenindustrie findet die Breguet-Spirale nur noch aus ästhetischen Gründen Verwendung.

EMAIL

Bei der Technik des Emaillierens wird beispielsweise ein Metall mit einem glasartigen, gut haftenden Überzug (Silikaten, Borsilikaten) zum Schutz der Oberfläche oder deren Verzierung überzogen. Dabei wird die Emailmasse auf die gereinigte Metalloberfläche in breiiger Konsistenz aufgetragen und dann im Brennofen bei 800 bis 900 Grad Celsius zum Fließen gebracht. Die erste Schicht wird als Grundfritte bezeichnet, darauf wird dann durch Aufpudern das künstlerisch verarbeitete Deckemail aufgetragen. Uhren mit Emailzifferblatt gelten heute als besonders wertvoll.

ELINVAR

Speziallegierung, die sich wegen ihres besonders kleinen Ausdehnungskoeffizienten zur Herstellung von Unruhspiralen eignet.

EISENBAHNERUHR

Robuste, in der Konstruktion einfache, aber zuverlässige Taschenuhren, die bis in die zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts gebaut wurden. Sie wurden oftmals von Eisenbahnern verwendet und tragen deshalb auf dem hinteren Deckel eine eingravierte Eisenbahn.

EISEN

Vom 13. bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts wurde ausschließlich Eisen zur Herstellung von Uhrwerken und Uhrengehäusen verwendet. Eisen war damals ein wertvolles Metall, heute gelten Eisenuhren als beliebte Sammlerstücke.

EINSTELLRING

Ein drehbarer Ring am Außenrand eines Uhrgehäuses, welcher der Ermittlung zusätzlicher Meßwerte dient. Dies kann beispielsweise die Funktion einer Weltzeit oder auch das Messen von Tauchzeiten sein.

EINGRIFF

Die Uhrmacherei bezeichnet mit diesem Begriff das Eingreifen eines Zahnrads oder eines sonstigen Getriebeelementes in ein anderes.

EDELSTAHL

Ein nichtrostender Stahl, der heute in der Uhrenindustrie nicht mehr wegzudenken ist. Edelstahl kann eine Legierung von Nickel und Chrom oder auch Molybdän und Wolfram mit Stahl sein. Edelstahl wird etwa seit Beginn der dreißiger Jahre in der Uhrmacherei verwendet.

ECHAPPEMENT

Der französische Ausdruck für Hemmung. Ein Hemmungssystem besteht aus drei Teilen: Gangrad, Anker und Balance. Ein Echappement kann für verschiedene Uhren mit passendem Räderwerk verwendet werden.

EBAUCHE

Der aus dem Französischen stammende Ausdruck für das Rohwerk: ein Uhrwerk ohne Zifferblatt, Zeiger und Gehäuse. Viele Uhrenmarken beziehen Rohwerke in größeren Mengen und lassen sie dann durch ihre Uhrmacher modifizieren.

FUTTER

Fachausdruck für die Lagerung von aus Eisen oder Stahl hergestellten Wellen, Achsen und Trieben, sofern diese aus einem anderen Material gefertigt und in der Platine eingebuchst sind. Oft wird der Begriff Futter mit dem französischen Ausdruck Bouchon beschrieben.

FUNKUHREN

Die genaueste Uhr der Welt ist die Cäsium- Zeitbasis der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig (PTB). Sie ist so präzise, daß erst in 1 Million Jahren die Gangabweichung von 1 Sekunden zu erwarten ist. Die von der Zeitbasis funkgesteuerte Funkuhr geht deshalb absolut genau.

Vom amtlichen Deutschen Normalfrequenz- und Zeichensender DCF77, der sich in Mainfligen (24km südöstlich von Frankfurt/ Main) befindet, erhält die Funkuhr über Langwelle 77,5 kHz Zeittelegramme. Dieser Sender hat eine Reichweite von durchschnittlich 1.500 km. Bisher wurde dieser Sender vorwiegend für wissenschaftliche Zwecke, für Navigation und Raumfahrt genutzt. Jetzt kann diese Präzision mit der Funkuhr unentgeltlich genutzt werden.

Die Funkuhr empfängt den Sender DCF 77 über das eingebaute Antennensystem überall dort, wo z.B. mit einem guten Kofferradio ein brauchbarer Langwellenempfang möglich ist.

Vielfach kann die Funkuhr noch in wesentlich größerem Abstand zum Sender betrieben werden, wobei jedoch die örtlichen Verhältnisse eine wesenliche Rolle spielen.

Der in der Funkuhr eingebaute Computer verarbeitet die empfangenen Zeittelegramme und steuert danach die Zeiger vollautomatisch. Einmal vollautomatisch über Funk richtig eingestellt läuft die Funkuhr mit einer eigenen internen hochpräzisen 32 kHz- Zeitbasis weiter und vergleicht 1 mal pro Stunde die angezeigte Zeit mit den Zeitinformation des Senders DCF 77.

Aufgund der sehr hohen Ganggenauigkeit der eingebauten Zeitbasis wäre sogar ein Zeitvergleich nur einmal pro Tag ausreichend. Durch den 24maligen Zeitvergleich pro Tag spielt es für die Präzision der Funkuhr keine Rolle, ob - bedingt durch verschiedene denkbare Störungen (Gewitter, zeitweilige Senderabschaltungen, nicht funkentstörte Haushaltsgeräte, Fernsehgeräte usw.) - der eine oder andere Zeitvergleich nicht erfolgen kann.

Ein weiterer, sehr großer Vorteil der Funkuhr ist die sekundenschnelle, vollautomatische Umstellung von Winter- auf Sommerzeit und umgekehrt.

Bei der Funkuhr handelt es sich um eine Quarzuhr, die über Funk gesteuert wird. Diese Uhren sind mit einem Decoder ausgestattet, der die Verbindung zwischen Quarzwerk und Empfänger herstellt. In Mainflingen bei Frankfurt/Main steht der Langwellensender DCF 77, der die in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig errechnete “Gesetzliche Zeit” versendet. Die Reichweite des Senders kann bis zu 2000 km betragen.

Hier gehts zu unseren Funkwanduhren.

FORMWERKE

Alle Uhrwerke, die nicht rund sind, werden in der Uhrmacherei als Formwerke bezeichnet. Früher wurden Formwerke besonders oft für Damenuhren verwendet.

FLÜSSIGKRISTALL-ANZEIGE

Eine Möglichkeit der Digitalanzeige mit sehr geringem Energieverbrauch. Die flüssigen Kristalle werden durch elektrische Einflüsse so ausgerichtet, dass die Zeitanzeige nach außen reflektiert wird.

FEINREGULIERUNG

1. Arbeitsverfahren des Uhrmachers, das die besonders genaue Regulierung der Uhr zum Ziel hat.
2. Vorrichtung einer Uhr zur besonders genauen Regulierung. So geschieht bei Armbanduhren die Feinregulierung beispielsweise mit Hilfe von Abgleichschrauben, einer Schwanenhalsregulierung oder einen Rücker, der mit einem indirekten Hebel verstellt werden kann.

FEDERSTEG

Federstege finden für Uhren Verwendung, deren Armbänder nicht fest mit dem Gehäuse verbunden sind. Ein Federsteg ist ein Röhrchen aus Edelstahl, dessen Enden mit beweglichen Endstücken verschlossen sind. Diese werden durch eine kräftige Spiralfeder auseinandergedrückt. Federstege unterliegen einer hohen Beanspruchung und sollten regelmäßig ausgetauscht werden.

FEDERKRAFT-HEMMUNG

Eine Pendelhemmung mit konstantem Antrieb. Sie wurde früher bei Präzisions-Pendeluhren verwendet. Diese hohe Kunst der Uhrmacherei wird heute noch bei Sattler Großuhren ausgeübt.

FEDERHAUS

Die Zugfeder einer Uhr ist in einem Federhaus untergebracht. Das Federhaus besteht aus einer Trommel mit Verzahnung und einem abschließenden Deckel. In der Mitte haben Federhaus und Deckel eine große Bohrung zur Aufnahme des Federkerns. Dieser dient unter anderem zur Aufnahme dews inneren Federendes.

FEDER

Das wichtigste Bauelement der tragbaren Uhren; diese wurden erst durch die Verwendung einer spiralförmig gekrümmten Feder für die Uhrwerke um die Wende des 15. zum 16. Jahrhunderts mobil.

FASSUNG

Bei Uhren sehr hoher Qualität wurden früher Lagersteine nicht in die Brücken und Platinen eingepresst, sondern wie ein Edelstein bei einem Schmuckstück eingefasst.

GMT

Greenwich Mean Time. Durch die südenglische Stadt Greenwich verläuft der Nullmeridian der Weltzeit. Die Erde ist in 24 Zeitzonen unterteilt, die Zeitanzeigen erfolgen auf der Erde immer bezogen auf GMT. So hat beispielsweise New York GMT -5, Sydney +8.

GLUCYDUR-UNRUH

Unruh, die nach der Erfindung der autokompensierenden Unruhspirale bei hochwertigen Uhren die bimetallische Kompensationsunruh ablöste. Glucydur-Unruhen bestehen aus einer Kupferlegierung, der 3 Prozent Beryllium beigemengt werden. Sie lassen sich vorzüglich vernieten, auswuchten und feinregulieren und sind antimagnetisch und nicht oxydierend.

GLASBODEN

Viele mechanische Uhren werden heute mit Sichtboden ausgestattet, damit der Besitzer das meist sehr schön dekorierte Uhrwerk und seine Funktion beobachten kann.

GESPERR

Das Gesperr besteht aus Sperrklinke, auch Sperrkegel genannt, Sperrfeder und Sperrad. Das Gesperr verhindert das unkontrollierte Entspannen der Zugfeder. Es wird auf der Federhausbrücke angebracht und ist der Grund für das schnarrende Geräusch beim Aufziehen der Uhr.

GENFER STREIFEN

Häufig verwendete rippenförmige Dekoration auf den Brücken und Kloben feiner Uhren, der vor der galvanischen Veredelung aufgebracht wird.

GANGDAUER GANGSCHEIN

Gangdauer = Gangreserve
Die maximale Laufzeit eines mechanischen Uhrwerks nach Vollaufzug.

Gangmodell

Zur Veranschaulichung in der Uhrmacherausbildung verwendetes, übergroßes Hemmungsmodell, an dem die sonst nur sehr klein sichtbaren Details einer Hemmung anschaulich gemacht werden.

Gangschein

Offizielle Prüfinstitute wie zum Beispiel das Schweizer COSC (“Controle Officiel Suisse des Chronomètres”) überprüfen einheitliche Forderungen an die Ganggenauigkeit einer Uhr. Uhren, die diese Prüfungen bestanden haben, erhalten einen Gangschein (“Bulletin de Marche”). Gebläute Zeiger Zeiger “Bläuen” oder “Blau anlassen” ist heute ein wichtiger ästhetischer Aspekt in der Uhrmacherei. Dabei werden Stahlzeiger erhitzt, bis sich deren Oberfläche bei einer Temperatur von 290° bis 310° Celsius dunkelblau verfärbt. Eine sehr diffizile und aufwändige Aufgabe.

GANG UND GANGABWEICHUNG

Keine Uhr läuft völlig genau. Hier spielen verschiedene Faktoren wie Qualität, Standort und Tragebedingungen eine Rolle, die zu Differenzen von Sekundenbruchteilen oder auch bis zu mehreren Minuten pro Tag führen können. Als Gang bezeichnet man nun den Unterschied zwischen 2 Ständen, wobei mit “Ständen” die abgelesene Zeitanzeige einer Uhr an zwei verschiedenen Tagen gemeint ist. “Der Gang einer Uhr beträgt 7 Sekunden pro Tag” bedeutet also, dass diese Tag für Tag um 7 Sekunden differiert. Der Uhrmacher kann den Gang einer Uhr durch Regulierung verbessern. Gangabweichung Gangabweichungen hängen zu einem großen Teil von Faktoren ab, auf die der Uhrmacher keinen Einfluß hat, wie zum Beispiel schwankende Temperaturen, Erschütterungen, unregelmäßiges Aufziehen oder Verschmutzung. Von Gangabweichung spricht man also, wenn eine Uhr beispielsweise an einem Tag 15 Sekunden vorgeht und am nächsten Tag dann 20 Sekunden.

HOROLOGIE

Ein relativ junger Fachausdruck für “Uhrenwissenschaft und Zeitmesskunde”

HOLZUHR

 Rustikale, vorwiegend aus Holz bestehende Uhrentypen des 17. bis 19. Jahrhunderts, für die insbesondere die Schwarzwälder Uhren und die Schweizer Uhren charakteristisch sind. Holzuhren können ganz – also Räderwerk und Gehäuse – aus Holz hergestellt sein; man spricht jedoch auch von Holzuhren, wenn wenigstens das Gehäuse aus Holz gefertigt ist.

HOCHFREQUENZ UNRUH

Unruhen, die mehr als 28 800 Halbschwingungen pro Stunde ausführen, bezeichnet man als Hochfrequenz-Unruhen. Ende der sechziger Jahre wurden sogar Uhren entwickelt, deren Unruh 36 000 Halbschwingungen pro Stunde ausführten. Das Streben nach möglichst hoher Unruhfrequenz resultiert aus der Überlegung, daß eine schnelle Schwingung nicht so leicht durch Außeneinflüsse wie zum Beispiel Stöße gestört werden kann.

HERZSCHEIBE

Teil in Stoppuhren und Chronographen, das zur sogenannten Nullstellung dient. Die Herzscheibe sitzt auf der Welle des Sekunden- und Minutenzählrades.

HEMMUNG

Ein Mechanismus, der die Kraft von der Zugfeder über das Räderwerk auf das Schwingsystem (Unruh, Unruhspirale) einer Uhr überträgt. Die Hemmung besteht aus dem Ankerrad mit zugehörigem Trieb, dem Anker mit den beiden Paletten, der Ankergabel, den Sicherheitsstiften sowie der großen Rolle mit Ellipse und der kleinen Rolle. Die beiden Rollen sind auf der Unruhwelle befestigt und bewegen sich im Rhythmus der Unruh hin und her. Die Hemmung einer mechanischen Armbanduhr führt Schwerstarbeit aus: Bei einer Schlagzahl der Unruh von 28.800 Halbschwingungen/Stunde lässt sie das Räderwerk innerhalb von 24 Stunden 691.200 Mal vorrücken. Innerhalb von vier Jahren ergibt dies über eine Milliarde Kraftstöße, die durch die Hemmung weitergeleitet werden. Dies entspricht der sechsfachen Leistung eines menschlichen Herzens.

HAUPTUHR

Auch “Mutteruhr”, das Zeitnormal einer zentral gesteuerten modernen Uhrenanlage, wie man sie von Bahnhöfen und Fabriken her kennt.

HANDAUFZUGSUHR

Ein Zeitmesser, bei dem die Zugfeder täglich mit Hilfe der Aufzugs-Krone von Hand gespannt werden muss. Früher geschah dies bei Taschenuhren mit kleinen Schlüsseln. Mitte des letzten Jahrhunderts wurde der Kronenaufzug erfunden. Eine Handaufzuguhr muß täglich aufgezogen werden, weil die Zugfeder nur für eine Gangreserve von etwa 36 – 40 Stunden sorgt.

HALBSCHWINGUNG

In der Uhrmacherei auch als Amplitude bezeichnet. Der in der Uhrmacherei gebräuchliche Begriff ist nicht identisch mit der Amplitude im physikalischen Sinn. Die Uhrmacher bezeichnen den Winkel als Amplitude, den die schwingende Unruh zwischen ihren Umkehrpunkten beschreibt.

HALBSAVONETTE

Taschenuhr mit Sprungdeckel. Bei der Halbsavonette ist der Sprungdeckel in der Mitte durchbohrt. Durch diese Bohrung kann der Uhrenträger die Stellung der Zeiger erkennen und sich so eine ungefähre “Zeit-Information” verschaffen, ohne den Uhrendeckel zu öffnen.

ISOCHRONISMUS

Die Tatsache, dass Schwingsysteme kleine und große Schwingungen gleich schnell ausführen, wird als Isochronismus bezeichnet.

INVAR

Ein Werkstoff, der zu 36% aus Nickel und 64% aus Eisen legiert ist. Invar hat einen äußerst geringen Ausdehnungskoeffizienten und wird deshalb zur Herstellung von Pendelstangen für Präzisionspendeluhren verwendet.

INDIKATIONSPENDEL

Ein Pendel, welches ohne Funktion für den Gang einer Uhr mitschwingt. Weitere Bezeichnungen: Blindpendel, Scheinpendel oder auch Schaupendel.

INDIKATION

Als Indikation werden in der Uhrmacherei alle Vorrichtungen bezeichnet, mit deren Hilfe der Ablauf der Zeit, des Gehwerks und seiner Hilfswerke dargestellt wird. Hierzu dienen die sogenannten Indikationsblätter. Hilfsindikationsblätter liefern Angaben, die über die normale Zeitanzeige hinausgehen, wie z.B. das Anzeigen der Mondphase. Als Hilfszifferblätter werden dabei kleine Zifferblätter bezeichnet, die beispielsweise Informationen über die Abstellung des Schlagwerks oder der Repetition geben.

INCABLOC

Eine Stoßsicherung, die in den 50er Jahren für Armbanduhren entwickelt wurde und heute die meistverwendete ist. Als die Erfindung noch relative jung war, druckte fast jeder Uhrenfabrikant das Wort “Incabloc” auf das Zifferblatt, um auf die besondere Qualität der Uhr hinzuweisen.

IMPULS

 Impuls bei Quarzuhren
Die Anregung des Schrittschaltmotors, der das Räderwerk antreibt, wird als Impuls bezeichnet.

Impuls bei mechanischen Uhren
Die Kraftübertragung von der Hemmung auf das Schwingsystem wird als Impuls bezeichnet. Während der Hebung wird die Unruh von der Ankergabel aus ihrer Nullstellung ausgelenkt und erhält dabei die Kraft für eine neue Halbschwingung.

IC

integrated circuit oder auch integrierte Schaltung. Auf Silicium- oder Germaniumplättchen werden auf photochemischen Wege elektronisch aktive Schichten aufgebracht, die dann Dioden, Transistoren, Widerstände oder Kondensatoren bilden. Integrierte Schaltungen bilden das Herz zum Beispiel von quarzgesteuerten Uhren.

JAQUET-DROZ

Legendäre Uhrmacherfamilie im 18. Jahrhundert aus dem Schweizerischen La Chaux-de-Fonds. Heute sind vor allem die mechanischen Automaten mit Glocken- oder Flötenspielwerken, die damals ein Meilenstein in der Mechanik waren, unbezahlbare Sammlerstücke.

JAHRESUHR

Eine Uhr mit einer Nennlaufdauer von einem Jahr, die also nur einmal im Jahr aufgezogen werden muss. Die Herstellung einer Jahresuhr verlangt besonders präzise und zuverlässig gearbeitete Werke. Eine Jahresuhr ist mit einem Drehpendel ausgestattet, welches an einer dünnen Feder aus Stahl oder Bronze aufgehängt ist und sich sehr langsam dreht.

KOMPLIKATION

Fachausdruck, wenn die Uhr außer der Zeitanzeige z.B. ein zusätzliches Weckerwerk, Datumsanzeige oder andere Indikationen aufweist.

KOMPENSATIONSUNRUH

In Taschenuhren häufig in Verbindung mit einer Stahlspirale verwendet. Durch Trägheitsveränderungen des Unruhreifens wird die Längenausdehnung der Spirale bei Temperaturschwankungen kompensiert. Der Unruhreif ist aus gebogenen Bimetallstreifen gefertigt und am Ende geschlitzt. Er ist mit Gewichtsschrauben versehen, deren Lageveränderung eine Justierung der Kompensationswirkung ermöglicht.

KOLBENZAHNHEMMUNG

Eine nach der Form des Ankerrades benannte Hemmung. Meist in Schweizer Uhren (Schweizer Ankergang). KLOBEN Als Kloben bezeichnet man den Träger für Anker-, Unruh- und Radlager. Dieser ist nur an einer Stelle mit Stellstiften fixiert.

KLINKENRAD

Bauteil einer automatischen Uhr. Klinkenräder ermöglichen die Nutzung der Drehbewegung des Rotors für den Aufzug in beide Richtungen. Sie werden so konstruiert, dass ein Klinkenrad in der Rechts- und das andere in der Linksdrehung sperrt und den Kraftschluss zum Federhaus herstellt. Bei einseitig aufziehenden Automatikuhren ist nur ein Klinkenrad verwendet.

KLEINE SEKUNDE

Eine kleine Sekunde findet sich meist bei Taschenuhren oder bei Handaufzugs-Armbanduhren. Stammt noch aus der Zeit, als die Räder im Räderwerk einer Uhr so angeordnet waren, dass sich das Sekundenrad nicht im Zentrum befand. Wenn nun eine Sekundenangabe auf dem Zifferblatt gewünscht war, hat man den Zapfen des Sekundenrades durch das Ziffernblatt verlängert und einen Zeiger aufgesteckt. Die Position der kleinen Sekunde hängt von der Werkkonstruktion ab, befindet sich aber häufig bei 6 Uhr.

KARAT

Maßangabe des Goldgehalts einer Legierung in einer 24-teiligen Skala. Feingold wird entsprechend als 24 Karat bezeichnet. Ein Goldgehäuse einer hochwertigen Armbanduhr hat oftmals 18 Karat (also 750 Tausendteile Feingold) oder auch 14 Karat (also 585 Tausendteile Feingold). Der Goldgehalt eines Goldgehäuses ist fast immer auf den Rückdeckel mit einer Punze vermerkt.

KALENDERUHR

Eine Uhr, die wenigstens eine Datumsanzeige enthält. Meistens bezeichnet man als Kalenderuhren astronomische Uhren, die außer dem Datum die Woche, den Monat und auch das Jahr anzeigen. Kalenderuhren sind zumeist sehr wertvoll.

KALIBER

 Fachausdruck für Form und Größe eines Uhrwerks. Die Kalibernummer gibt in der Regel den Werktyp an. Beispiel: ETA, der grösste Anbieter mechanischer Werke aus der Schweiz, hat für ein sehr beliebtes Werk die Bezeichnung 2824-2 gewählt. Anhand dieser Bezeichnung kann nun der Uhrmacher im Servicefall passende Ersatzteile bestellen.

KADRATUR

Mechanismus zum Beispiel für Schlagwerke, Kalendarien oder auch Chronographen. Aktuelles Beispiel: Bei der neuen Chronoswiss Chronoscope befindet sich die Kadratur des Chronographen unterhalb vom Ziffernblatt.

LÜNETTE

Glasreif eines Gehäuses, der mit dem eingepressten Glas auf das Mittelteil des Gehäuses aufgesprengt oder verschraubt wird.

LUNATION

Andere Bezeichnung für Mondphasen. Der Mond durchläuft seine von der Stellung Sonne – Mond – Erde abhängigen Mondphasen innerhalb einer Lunation von etwa 29,5 Tagen. Die Mondphasenanzeige ist eine beliebte Komplikation bei mechanischen Uhren.

LOCHSTEIN

Lagerstein. Zur Lagerung beweglicher, sich drehender Bauteile werden in Uhren meist synthetische Rubine verwendet. Dies geschieht zur Verringerung der Lagerreibung. Ein Stahlzapfen in einem Steinlager hat die geringst mögliche Gleitreibung in der Mechanik.

LITHIUM ZELLEN

Batterien, die unter anderem für Taschenrechner, Kleincomputer oder auch Uhren verwendet werden. Lithiumbatterien enthalten keine giftigen Schwermetalle und lassen sich gut recyceln.

 LINIE

 Auch Ligne, altes französisches Maß, welches bei Uhren als Maßeinheit noch gebräuchlich ist. Eine Linie entspricht 2,256 mm.

LÉPINE GEHÄUSE

Taschenuhren mit Kronenaufzug und offenem Gehäuse, ohne Sprungdeckel

LEUCHTZIFFERBLÄTTER

Zifferblätter, die mit selbstleuchtenden oder nachleuchtenden Ziffern ausgestattet sind, damit ein Ablesen in der Nacht möglich wird. Einige Hersteller verwenden sogar komplett leuchtende Zifferblätter. Leuchtzifferblätter wurden erst seit ca. 1905 gefertigt, nachdem man geeignete Leuchtfarben entwickelt hatte, die chemisch billig herstellbar waren.

LCD + LED DISPLAY LCD

Display Bezeichnung für die elektrooptische Anzeige mittels Liquid Cristal Display (Flüssigkristall) LED Display Bezeichnung für die elektrooptische Anzeige mittels Light Emitting Diod (Leuchtdiodenanzeige)

LANZENZEIGER

Zeiger, dessen Formgestaltung an eine Lanze erinnert.

LAGER

Bohrungen für die Zapfen des Räderwerks. In feinen Armband- und Taschenuhren, aber auch bei Großuhren werden die Bohrungen speziell für schnell drehende Räder und Triebe mit Lagersteinen versehen.

LAGEN

Armbanduhren werden in vielen verschiedenen Positionen getragen. Darum spielen die Lagen bei der Regulierung der Uhr eine erhebliche Rolle. Man unterscheidet im Allgemeinen nach den fünf Lagen „Krone links“, „Krone oben“, „Krone unten“, „Zifferblatt oben“ und „Zifferblatt unten“, je nach Armbanduhren werden in vielen verschiedenen Positionen getragen. Darum spielen die Lagen bei der Regulierung der Uhr eine erhebliche Rolle. Man unterscheidet im Allgemeinen nach den fünf Lagen „Krone links“, „Krone oben“, „Krone unten“, „Zifferblatt oben“ und „Zifferblatt unten“, je nach Lage wirken die Kräfte unterschiedlich auf die Uhr ein. Präzisionsuhren werden daher in diesen fünf Lagen reguliert, damit sie ein zuverlässiges Gangergebnis erzielen.

Nachtabschaltung

Die meisten Uhrenmodelle verfügen über eine Option, mit der Sie eine automatische Schlagabschaltung zwischen 22.00 und 7.15 Uhr (bei Viertelstundenwerken) bzw. 22.00 Uhr bis 7.00 Uhr (bei Halbstundenwerken) aktivieren können. Benutzen Sie den entsprechend Abschnitt 5 identifizierten Umschalthebel, um diese Option zu wählen. Die Position des Umschalthebels ist mit «NIGHT OFF» gekennzeichnet. Einige Modelle verfügen über eine sogenannte "permanente Nachtabschaltung", die sich nicht deaktivieren läßt.
Sollte Ihre Uhr bei eingeschalteter Nachtabschaltung am Tag nicht schlagen, dann befindet sich das Uhrwerk in der "Nachtphase". Die Zeiger müssen dann um 12 Stunden zurückgestellt werden, um in die "Tagphase" zu kommen. Vor dem Zurückstellen der Zeiger unbedingt die Nachtabschaltung ausschalten oder den Umschalthebel auf «SILENT» stellen. Bei einem Bewegen der Zeiger und
gleichzeitiger Aktivierung der Nachtabschaltung kann es sonst zu Beschädigungen des Uhrwerkes kommen. Wenn nach dem Einstellen der Uhrzeit die Schlagfolge zunächst nicht mehr stimmt, so ist das kein Fehler. Das Schlagwerk synchronisiert sich nach 1 bis 2 Stunden automatisch.

MUSIKUHR

Uhr, deren Werk mit einem Musikspielwerk gekoppelt ist, das meist zur vollen Stunde automatisch oder nach Abruf eine Melodie spielt.

MONDPHASEN

Die verschiedenen Erscheinungsformen des Mondes während eines Mondmonats wie abnehmender Mond, Neumond, zunehmender Mond, Halbmond und Vollmond nennt man Mondphasen. Die Anzeige von Mondphasen war schon immer eine beliebte Komplikation in der Uhrmacherei.

MODUL

Bei mechanischen Uhren spricht man von Modulbauweise, wenn ein Basisuhrwerk durch Aufbau einer weiteren Komplikation umgebaut wird. Solche Umbauten werden oft von Spezialwerkstätten durchgeführt, die in der Schweiz ansässig sind.

MITTELEUROPÄISCHE ZEIT

Zonenzeit für Mitteleuropa. Die mitteleuropäische Zeit (MEZ) gilt unter anderem in Norwegen, Dänemark, Schweden, Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich, aber auch in Tunesien und Niger.

MINUTENRAD

Erstes Rad im Räderwerk einer mechanischen Uhr. Der obere Zapfen des Minutenrades ragt aus dem Uhrwerk bis über das Zifferblatt hinaus und trägt das Minutentrieb. Auf diesem dreht sich das Stundenrad und sitzt der Minutenzeiger.

MINUTE

Eine vom Menschen willkürlich geschaffene Zeiteinheit. Sie dauert den sechzigsten Teil einer Stunde. Eine Minute wird unterteilt in 60 Sekunden.

MINERALGLAS

Heute das meist verwendete Glas bei Armbanduhren. Mineralglas zeichnet sich durch hohe Kratzfestigkeit aus und ist zudem relativ preisgünstig.

MESSING

Aus Messing werden im Uhrenbau Grundplatinen, Kloben und Brücken hergestellt.

MECHANISCHE UHREN

Uhren, die über eine Feder angetrieben werden und deren Schwingsystem rein mechanisch läuft.

MARINE CHRONOMETER

Besonders genau gehende Uhr auf Schiffen, die für die Naviga-tion sehr wichtig war. Diese Uhr war oftmals mittels einer
kardanischen Aufhängung in einem Holzkasten untergebracht. Heute werden in der Seefahrt keine Marine Chronometer mehr gebraucht. Dennoch werden für Liebhaber beispielsweise von Mühle/Glashütte Schiffschronometer gebaut.

MANUFAKTUR

Manufaktur darf sich ein Uhrenhersteller genau genommen nur dann nennen, wenn er mindestens ein Ebauche (oder auch Rohwerk) selbst fertigt.

NULLZÄHLALARM (COUNTDOWN-TIMER)

Einer rückwärts laufende Stoppuhr, die zurückläuft und beim Erreichen von 0 Minuten und 0 Sekunden akustische Signale abgibt.

Ist die durch astronomische Beobachtungen oder durch Sonnenuhren bestimmte Zeit. Sie schwankt täglich im Rhythmus der Zeitgleichung. Die Ortszeiten zweier Orte unterscheiden sich voneinander um die Differenz ihrer geographischen Länge. Die mittlere Ortszeit für größere Gebiete ist die Zonenzeit.

ORTSZEIT

Ist die durch astronomische Beobachtungen oder durch Sonnenuhren bestimmte Zeit. Sie schwankt täglich im Rhythmus der Zeitgleichung. Die Ortszeiten zweier Orte unterscheiden sich voneinander um die Differenz ihrer geographischen Länge. Die mittlere Ortszeit für größere Gebiete ist die Zeitzone.

Technisch vollendete und dekorative Reiseuhren des 18. und frühen 19. Jahrhunderts, meist mit einem Messinggehäuse, Schlagwerk und Repetition, oft auch mit Viertelstundenschlag und Weckerwerk. Bekannt sind die formvollendeten Schweizer Offiziersuhren mit vergoldeten Bronzegehäusen.

P. M.

Abkürzung für die Zeit von Mittag bis Mitternacht (post = nach, meridiem = Mittag

Problemlösungen bei mechanischen Wanduhren

Schlagwerk schlägt nicht zur richtigen Zeit
Wenn das Schlagwerk mehr als eine Minute vor oder nach dem richtigen Zeitpunkt auslöst, sollte der Minutenzeiger entfernt und justiert werden. Seien Sie vorsichtig, daß Sie dabei nicht die Zeigermutter, den Zeiger oder das Zifferblatt verkratzen. Wenn das Schlagwerk zu schlagen beginnt, halten Sie gegebenenfalls das Pendel an und notieren sich die Abweichung des Minutenzeigers.Entfernen Sie mit einem Spezialschlüssel oder einer Zange vorsichtig die Zeigermutter, mit der der Minutenzeiger befestigt ist. Dazu drehen Sie die Zeigermutter gegen den Uhrzeigersinn, während Sie gleichzeitig den Minutenzeiger nahe der Mitte festhalten. Entfernen Sie den Minutenzeiger vom Zeigerschaft, indem Sie ihn nach vorn abziehen. Auf der Rückseite des Minutenzeigers ist die Zeigerbuchse verdrehbar vernietet. Stecken Sie den Zeiger mit der Zeigerbuchse auf eine Vierkantahle oder greifen Sie die Zeigerbuchse mit einer Zange und drehen Sie mit Ihrer anderen Hand den Minutenzeiger um die Strecke vorwärts oder rückwärts, die für eine korrekte Schlagauslösung erforderlich ist.Stecken Sie den Zeiger wieder auf den Zeigerschaft und schrauben Sie die Zeigermutter nur leicht fest.Vergewissern Sie sich, daß der Minutenzeiger auf den gewünschten Schlagauslösepunkt zeigt, den Sie in Arbeitsschritt 1 notiert haben. Wenn der Zeiger nicht auf die korrekte Stelle deutet, wiederholen Sie die Arbeitsschritte 2 und 3. Ziehen Sie die Zeigermutter wieder mit dem Spezialschlüssel oder der Zange fest, wenn der Minutenzeiger ausreichend justiert ist. Starten Sie gegebenenfalls das Pendel und stellen Sie die Uhrzeit neu ein.

Uhr schlägt nicht die richtige Stunde
Wenn die Uhr nach mehreren Stunden Betrieb nicht die richtige Stunde schlägt, ist der Stundenzeiger nicht korrekt positioniert. Nehmen Sie nur den Stundenzeiger und bewegen Sie ihn voroder rückwärts, um ihn mit der Stunde auf dem Zifferblatt gleichzustellen, die von der Anzahl der Stundenschläge angezeigt wurde.
Die Uhr wird durch das unabhängige Drehen des Stundenzeigers nicht beschädigt.

Melodie- oder Stundenschlag funktionieren nicht
Wenn Melodie- oder Stundenschlag nicht funktionieren, kann dies eine Reihe möglicher Ursachen haben. Sofern Sie gerade die Einstellungen Ihrer Uhr verändert haben, warten Sie 1 bis 2 Stunden ab. Das Schlagwerk synchronisiert sich automatisch. Vergewissern Sie sich, daß sich der Umschalthebel nicht in der Position «SILENT» oder auf halbem Weg zwischen zwei Melodien befindet. Bei Modellen mit automatischer Nachtabschaltung vergewissern Sie sich, daß sich die Uhr nicht in der Nachtphase befindet (siehe Abschnitt 8). Vergewissern Sie sich, daß alles Verpackungs- und Sicherungsmaterial aus dem Bereich des Uhrwerks entfernt worden ist. Vergewissern Sie sich, daß alle Federzüge ausreichend aufgezogen sind. Überprüfen Sie die Hammereinstellungen und korrigieren
Sie diese, falls notwendig.

Justieren der Hämmer/Schlagwerke
Der von den Gongstäben oder Glocken erzeugte Ton kann von Hämmern, die aufliegen, unzureichend berühren oder nicht korrekt anschlagen, beeinträchtigt werden. Obwohl die Hämmer bereits werksseitig genau eingestellt worden sind, kann es sein, daß sie sich während des Transports verstellen. Das Vorgehen beim Justieren unterscheidet sich je nach Uhrwerk:
Gongstäbe: Die Gongstäbe selbst bitte nicht biegen, da sie sehr leicht abbrechen können. Die Lautstärke und der Klang des Schlages kann nicht am Gong selbst eingestellt werden. Die Hammerstiele sind aus Messing gefertigt und können gebogen werden. Falls notwendig, biegen Sie die Hammerstiele in der Mitte so, daß sich jeder Hammerkopf etwa 3 mm vom jeweiligen Gongstab entfernt befindet und daß die Hammerköpfe sich beim Bewegen oder Anschlagen der Gongstäbe nicht gegenseitig berühren.  Die Hammerköpfe sollten die Gongstäbe mittig und direkt unterhalb des Konus anschlagen. Zum Einstellen gegebenenfalls die kleine Schraube an der Rückseite des Hammerkopfes lösen und den Hammerkopf in die gewünschte Position schieben. Die Schraube dann wieder fest anziehen. Glocken: Es kann analog dem Verfahren bei Gongstäben vorgegangen werden. Ein optimaler Klang der Glocken wird erreicht, wenn der Hammerkopf am Rand der Glocke aufschlägt.

Uhr läuft nicht oder bleibt stehen
Obwohl nicht empfohlen wird, Ihre Uhr selbst zu reparieren, sollten Sie jedoch die folgenden Punkte nachprüfen und gegebenenfalls an Hand dieser Anleitung korrigieren, ehe Sie sich an Ihren Fachhändler oder Kieninger wenden. Nehmen Sie in jedem Falle keine Änderungen vor, die nicht in dieser Anleitung beschrieben sind oder die Sie sich nicht zutrauen. Ist alles Verpackungsmaterial aus dem Uhrwerkbereich entfernt worden? Haben Sie versucht, die Uhr neu zu starten (nur bei Pendeluhren)? Sind alle Federzüge aufgezogen? Steht die Uhr gerade und sicher? Funktionieren alle Zeiger, ohne hängenzubleiben oder sich gegenseitig zu berühren? Haben Sie gegebenenfalls die Pendelfeder überprüft (nur bei Pendeluhren)? Ist gegebenenfalls der Weiserstift richtig im oberen Schlitz der Pendelverlängerung positioniert (nur bei Pendeluhren)? Ist gegebenenfalls die Kunststoffabdeckung über dem Echappement richtig aufgesetzt?


QUECKSILBERKOMPENSATIONSPENDEL

Ein temperaturkompensierendes langes Hinterpendel, in das zum Ausgleich der Temperaturunterschiede zwei oder mehrere quecksilbergefüllte Glasröhren eingebaut sind. Bekanntlich reagiert Quecksilber auf Temperaturunterschiede äußerst heftig, so dass auf diese Weise sehr einfach die wärmebedingte Ausdehnung des Pendels kompensiert werden kann. Dieses Pendel wurde 1726 von dem Engländer Graham erfunden.

QUARTZUHR

 Zeitmesser, in dem weder Feder, Unruh noch Hemmung vorhanden ist. In einem Quarzwerk wird ein Kristall zum Schwingen gebracht. Die gleichmäßige Schwingung wird nun genutzt, um mit Hilfe eines Chip, also einer integrierten Schaltung, einen Motor anzutreiben. Im Rhythmus der zugeführten Impulse dreht dieser ein Räderwerk.

QUARTZ

In reiner Form ein farbloses und wasserhelles Mineral, dann auch Bergkristall genannt. Geschmolzen verwandelt es sich in eine glasartige Substanz. Wurde im 16. und 17. Jahrhundert für Uhrgläser und gelegentlich auch für Taschenuhrgehäuse verwendet.

RÜCKER

Dient der Regulierung der Schwingungsweite der Unruh durch Veränderung der Länge der Spiralfeder. Der hierzu erforderliche Rückerschlüssel (oder Rückerzeiger) ist beweglich auf dem Unruhkloben befestigt.

RUBIN

Sehr harter Naturstein, rotes kristallisiertes Aluminiumoxid (Korund). Der Rubin ist der Stein, der sich aus der Herstellung der Lager für die verschiedenen Dreh- und Hemmungsorgane der Uhr am besten eignet. Heute werden in der Uhrmacherei synthetische Rubine verwendet.

ROTOR

Unbegrenzt drehende Schwungmasse bei Automatikuhren. Je nach Konstruktion des Selbstaufzugs wird die Zugfeder in einer oder beiden Drehrichtung(en) gespannt. Es gibt Zentralrotoren, die sich über dem ganzen Werk drehen oder Mikrorotoren, die in die Werksebene integriert sind.

ROHWERK

Ein Rohwerk wird oft auch als Ebauche bezeichnet. Es handelt sich um ein komplettes Uhrwerk (Platinen, Brücken, Rädersatz, Stahlteile) jedoch ohne Hemmung, Unruhreif, Spiralfeder, Zugfeder, Zifferblatt und Zeiger. Wegen aufwändiger Produktionseinrichtungen werden Rohwerke nur von wenigen spezialisierten Herstellern entwickelt und angefertigt.

RIEFLER PENDEL

Kompensationspendel von Sigmund Riefler, Uhrmacher aus München. Der Temperaturausgleich wird durch die unterschiedliche Ausdehnungsfähigkeit von zwei verschiedenen Metallen erreicht

RETROGRADE ANZEIGEN

Ein Zeiger bewegt sich zur Indikation z.B. der Zeit oder des Datums über ein Kreissegment (1 bis 12 oder 1 bis 31). Wenn er am Ende der Skala angekommen ist, springt er ruckartig in seine Ausgangsposition zurück. Zu diesem Zweck ist der Zeiger unmittelbar oder über einen Hebel mit einer kleinen Schnecke gekoppelt. Wenn der Zeiger an seiner Endposition angekommen ist, fällt das Ende über die Stufe der Schnecke und bewegt so den Zeiger in seine Ausgangsposition.

RAD

Rundes Organ, das sich um eine Achse dreht und zur Aufgabe hat, eine Kraft oder Bewegung zu übertragen. Im Räderwerk der Uhr sind die Räder auf ihren Trieben aufgenietet.

REGULATOR

Pendeluhr mit Gewichtsantrieb und Kompensationspendel. Bei diesem Uhrentyp dominiert als einziger großer Zeiger der Minutenzeiger, während Stunden- und Sekundenzeiger sich jeweils dezentral in kleineren Zifferblattbereichen drehen.

RATTRAPANTE

An einem Werk mit Chronograph im Zentrum angebrachter Zeiger, mit dessen Hilfe Zwischenzeiten gestoppt werden können, ohne dass der eigentliche Sekundenzeiger des Chronographen angehalten werden muss.

SCHRAUBENUNRUH

In den Unruhreif werden Schrauben geschraubt, um die Masse und damit das Trägheitsmoment der Unruh zu beeinflussen.

SCHNELLSCHWINGER

Mechanische Uhren mit einer Unruhfrequenz von 36.000 Halbschwingungen pro Stunde werden als Schnellschwinger bezeichnet.

SCHNELLKORREKTUR

Vorrichtung für die Direkteinstellung des Datums oder der zweiten Zeitzone

SCHLEPPFEDER

 Bei automatischen Uhren hat das Federhaus keinen Federhaushaken und die Zugfeder keinen Endhaken. Statt dessen ist das Ende der Zugfeder verstärkt ausgearbeitet und der Federzaum zieht ein Stück aus besonders starkem Federstahl im Federhaus hinter sich her, wenn die Zugfeder voll gespannt ist. Diese speziellen Federenden nennt man Schleppfeder, weil die Zugfeder sie im Federhaus hinter sich herschleppt. Sinn der Schleppfeder ist, zu verhindern, dass die Zugfeder durch das ständige Aufziehen durch die Automatik überspannt wird.

SWISS MADE

Als “Schweizer Uhren” gelten Uhren, deren Werk in der Schweiz montiert, in Gang gesetzt, reguliert und vom Hersteller kontrolliert worden ist. Ferner, wenn mindestens 50 Prozent aller Bestandteile aus schweizerischer Fabrikation stammen und den in der Schweiz geltenden technischen Kontrollen unterliegen.

STOßSICHERHEIT

 Kleinuhren sind im Sinne dieser Norm stoßsicher, wenn sie eine Belastung ertragen, die einen freien senkrechten Fall der Uhr aus ein Meter Höhe in beliebiger Lage auf einen Hartholzboden entspricht. Funktionsstörende Beschädigungen des Gehäuses und von Werkteilen (Zeiger, Glas, Kalendereinrichtungen) dürfen nicht entstehen. DIN 8308.

SCHLAGWERK

Vorrichtung in Uhren, mit der die angezeigte Uhrzeit mit einem akustischen Signal hörbar gemacht wird.

STOPPUHR

Zeitmessgerät zum Messen von Zeitintervallen zwischen Start und Stopp.

SONNENSCHLIFF

Ein Zierschliff für kreisrunde Flächen. Ändert sich beim Schwenken der Uhr der Einfallwinkel des Lichtes, wandert das von der geschliffenen Fläche reflektierte Licht im Kreis.

SOLARANTRIEB

Solarbetriebene Uhren nehmen die Energie des Lichts auf und speichern sie in einem Akku. Mit der Energie aus diesem Akku wird die Uhr angetrieben. Batteriewechsel sind also nicht notwendig

SKELETTUHR

Eine Uhr, bei der das Werk auf das Notwendigste an Material durch Stanzen, Sägen oder Fräsen reduziert wurde. Meist um eine Einblick in das Werk und die Technik zu ermöglichen.

SELBSTAUFZUG

Von Abraham Louis Breguet (1747 bis 1823) im Jahre 1780 verbesserter automatischer Aufzug von Taschenuhren nach dem Prinzip des Schrittzählers. Ein an einem Hebel befestigtes und beim Tragen der Uhr auf- und abschwingendes Gewicht zieht über ein Gesperr die Feder auf. In modernen Armbanduhren vielfach verbessert.

SATINIEREN

Sehr feiner, häufig kreuzweiser Streifenschliff auf Uhrgehäusen. Manche Uhrengehäuse werden mit einem sehr feinen, meist kreuzweise aufgebrachten Strichschliff versehen. Dieses Verfahren nennt man satinieren.

SAVONETTE UHR

 Zumeist Taschenuhren mit Sprungdeckel. Im Gegensatz zur Lepine, bei der die Krone bei der Zwölf sitzt, stehen bei der Savonette Uhr Krone und Zifferblatt zueinander wie bei einer Armbanduhr. Man öffnet den Sprungdeckel durch Druck auf die Krone oder einen Knopf der auf der Krone sitzt. Der Deckel klappt dann zur gegenüberliegenden Seite auf.

SAPHIRGLAS

Künstlich hergestelltes Glas mit höchster Härte und Kratzfestigkeit (9 Mohs), die nur von Diamant übertroffen wird. Uhrenglas aus synthetischem Saphir. Ein Saphirglas ist wegen der großen Härte des Saphirs (Härte 9 nach Mohs) nicht zerkratzbar. Ein Saphirglas ist sehr teuer Künstlich hergestelltes Glas mit höchster Härte und Kratzfestigkeit (9 Mohs), die nur von Diamant übertroffen wird. Uhrenglas aus synthetischem Saphir. Ein Saphirglas ist wegen der großen Härte des Saphirs (Härte 9 nach Mohs) nicht zerkratzbar. Ein Saphirglas ist sehr teuer und wird deswegen nur in hochwertigen Uhren verbaut.

TOURBILLON

Ursprüngliche Bezeichnung für eine Taschenuhr mit Drehgestell, das sich, wenn es vom Sekundenrad angetrieben wird, mit der Unruh und Hemmungsteilen einmal in der Minute dreht und eine Unwucht des Unruhsystems und damit Lagefehler ausgleicht. Diese Konstruktion wurde erstmals von Abraham Louis Breguet (1747 – 1823) ausgeführt. Heute steht dieser Ausdruck für ein mechanisches System, das Gangfehler ausgleicht, die durch die Bewegung des Armes entstehen können.

TITAN

Titan ist ein äußerst widerstandsfähiges und leichtes Metall. Es eignet sich u.a.für Menschen mit Nickel-Allergie, da Titan kein Nickel enthält.

TAUCHERUHR

 Bei TaucheruhrenUhren ist die Wasserdichtheit maßgeblich. In der Regel sind diese Uhren bis mindestens 100m Tiefe (10 bar Druck) wasserdicht. Ebenso spielt die Ablesbarkeit eine wichtige Rolle. Die drehbare Lünette zum Einstellen der Tauchzeit darf nur in einer Richtung drehbare sein.

TASCHENUHREN

Am Körper tragbare, kleinere Uhren, deren Form sich aus den frühen Dosenuhren entwickelt hat. Anfangs oft verdeckt getragen (Sackuhren), werden Taschenuhren im 17. Und 18. Jahrhundert oft zu Schmuckstücken, die offen am Gürtel (Châtelaine) getragen werden. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurden sie meist in der Westentasche aufbewahrt. Häufig sind Taschenuhren auch mit Wecker-, Schlag- und Repetierwerken, mit Chronographen, Datumsanzeigen, Spielwerken und Automaten ausgerüstet worden.

TACHYMETER

Uhrenskala zum Messen der Geschwindigkeit. Wird bei einem Chronographen beim Passieren eines Kilometersteins der Sekundenzeiger gestartet, so zeigt dieser beim Erreichen des nächsten Kilometersteins auf der Tachymeterskala die Geschwindigkeit an.

UHRWERK

Wird auch Gehwerk genannt, besteht meist aus vier oder mehr Rädern, die über- oder untersetzen.

Uhrenmelodien


Uhrwerke, die mit einem Melodie-Schlagwerk ausgerüstet sind, erlauben je nach Ausstattung das Abspielen von
"Westminster" (Standard) und weiteren Melodien:
Westminster
Die berühmte Uhrenmelodie stammt von Georg Friedrich Händel (1685 bis 1759). Fast jeder verbindet die
Melodie mit dem Schlagwerk des Victoria Clock Tower der Houses of Parliament in London (besser bekannt als
"Big Ben"). Ursprünglich stammt das Schlagwerk aber von der Universitätskirche St. Mary's the Great in
Cambridge.
St. Michael
Die in England hergestellten Glocken dieser Melodie waren ursprünglich 1764 in der St. Michael Kirche in
Charleston, South Carolina, aufgehängt. Nach einer wechselvollen Geschichte und diversen Umzügen wurden
sie schließlich 1862 im amerikanischen Bürgerkrieg zerstört. Die heute wieder an alter Stelle tönenden Glocken
wurden 1867 in den noch erhaltenen Formen neu gegossen.
Whittington
Die Whittinghton-Melodie stammt vom Schlag der Kirche von St. Mary's le Bow in Cheapside/London. Die
Namensgebung entstand aus Überlieferungen um Richard Whittington (geboren 1358), der insgesamt 4
Amtsperioden lang Bürgermeister von London war.
Ave Maria (Schubert)
Diese spezielle Ave Maria-Version entstammt einem 1825 von dem Wiener Komponisten Franz Schubert (1797
bis 1828) geschriebenen Kirchenlied. Der zugehörige Text wurde 1822 von D. Adam Storck auf Basis eines 1771
entstandenen englischen Originals von Sir Walter Scott verfaßt.
Freude schöner Götterfunke
Die Melodie entstammt dem Finale der 9. Symphonie (d-moll) von Ludwig v. Beethoven (1770 bis 1827). Der
zugrundeliegende Text "An die Freude" wurde 1785 von Friedrich Schiller geschrieben.
Vogelfänger
Die Melodie des Vogelfänger entstammt der Arie des Papageno "Der Vogelfänger bin ich ja" aus der in Wien
1791 uraufgeführten Oper "Die Zauberflöte" (KV 620) von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 bis 1791).
Eine kleine Nachtmusik
Melodie aus der von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 bis 1791) im Jahr 1787 geschriebenen Serenade in
G-Dur (KV 525) "Eine kleine Nachtmusik"

UNRUH

 Die Unruh ist – zusammen mit der Unruhspirale – das Gang regelnde Organ einer mechanischen Uhr. Sie kann als statisch ausgewuchtetes Schwungrad definiert werden, das die Zeit – in Verbindung mit der Hemmung – durch ihre Schwingungen in gleich lange Abschnitte unterteilt. Als Takt gebendes Schwungrad, dass das gleichmäßige Vorrücken der Zeiger über das Räderwerk ermöglicht, ist die Uhruh somit für die Genauigkeit des Uhrwerks verantwortlich.

ÜBERHOLEN

Zerlegen, Reinigen und Reparieren einer Uhr, die durch längeren Gebrauch (oder Nichtgebrauch) verschlissen, verschmutzt oder durch Öl verharzt bzw. verbraucht ist. Die Hersteller empfehlen eine regelmäßige Überholung von Gebrauchsuhren.

VERSCHRAUBTE KRONE

Verschraubte Krone wird bei robusten Uhren mit hoher Wasserdichtigkeit eingesetzt, um hohe Dichtigkeit und Stoßsicherheit zu erhalten.

ZONENZEITUHR

Uhren mit zwei oder mehr Zifferblättern, bei denen gleichzeitig die Zeit verschiedener Regionen angezeigt wird.

ZIFFERBLATT

Klassisch runde Scheibe, die die Anzeige der Stunden, Minuten und Sekunden trägt und somit Träger der Ableseskala einer Uhr.

ZEITZONE

Eine der 24 (je 15 Längengrade umfassenden) Zonen gleicher Zeit, in die die Erde eingeteilt ist. Beginnend beim Nullmeridian (der Stadt Greenwich). Die Zeit verschiebt sich beim Übergang von einer zu einer anderen Zeitzone jeweils um eine Stunde. 

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